Bestattungsarten2018-11-23T11:49:06+00:00

Bestattungsarten

Im Allgemeinen unterscheidet man vornehmlich zwischen Erdbestattungen und Feuerbestattungen. Eine spezielle Unterform stellt die See- oder Flussbestattung dar.

Erdbestattung

Feuerbestattung

Seebestattung

Die Erdbestattung ist die Bestattungsart, die in Deutschland besonders verbreitet ist und auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Hintergrund ist der Glaube an die Auferstehung im Jenseits, für die der Körper möglichst unversehrt sein soll, weswegen über eine lange Zeit hinweg die Kremierung ungewöhnlich oder sogar unerwünscht war und die Bestattung in der Erde zum üblichen Abschied von den Verstorbenen wurde. Dieser Abschied beginnt jedoch eine ganze Weile vor der eigentlichen Beisetzung.

Auf Wunsch der Hinterbliebenen ist zunächst ein persönlicher Abschied zu Hause möglich, denn bis zu 36 Stunden darf der Verstorbene in seinem Zuhause bleiben, bevor er vom uns, dem Bestattungshaus Richter, abgeholt und für die Beisetzung vorbereitet wird.
Auch eine Aussegnungsfeier durch einen Pastor oder Pfarrer ist möglich und wird gern in von uns in die Wege geleitet und mitgestaltet.

Danach wird der Verstorbene in einen Sarg gebettet. Auch hier ist die persönliche Gestaltung ein wichtiger Aspekt: Welche Kleidung soll er tragen? Wie soll der Sarg gestaltet sein? In welchem Preisrahmen kann man sich bewegen? Sehr gern beraten wir Sie zu verschiedenen Sargmodellen und stellen Ihnen Hölzer und Gestaltungsmöglichkeiten vor, damit der Verstorbene den gebührenden Rahmen erhält.

Trauerfeier und Grabstätte

Nun folgt die Trauerfeier, bei der die Angehörigen ebenfalls mit entscheiden können, wie es im Sinne des Verstorben wäre, ebenso bezüglich der Wahl der Grabstätte. Für eine Erdbestattung sind grundsätzlich drei Varianten der Wahlgrabstelle üblich: in einer Gruft (als Doppelgrab oder auch Familiengrabstelle), in einem Einzelgrab oder auch in einem Rasenreihengrab. Die Wahl hängt nicht nur vom Wunsch des Verstorbenen ab, sondern auch von den Vorstellungen der Angehörigen bezüglich der Pflege: So sind Gruften und Einzelgräber unter Umständen pflegeintensiver als die relativ pflegelosen Rasenreihengräber, bieten aber viele Möglichkeiten der individuellen Grabgestaltung und -bepflanzung. Vor- und Nachteile müssen sorgfältig überlegt werden, wobei wir gern beratend zur Seite stehen.

Feuerbestattung

Nachdem die Feuerbestattung vor allem in anderen Kulturen beheimatet und in Deutschland lange Zeit eher unüblich war, wird sie aktuell stetig stärker nachgefragt und unterschiedliche Bestattungsformen haben sich entwickelt. Auch wenn eine Feuerbestattung geplant ist, können sich die Angehörigen natürlich die Zeit für den Abschied nehmen, die benötigt wird, und auch hier wird gern eine Aussegnung durch einen Pfarrer oder Pastor durchgeführt. Jedoch ist meistens der Sarg, in den der Verstorbene gebettet wird, wesentlich schlichter in der Ausführung als die Särge, die üblicherweise für die Erdbestattung genutzt werden. Es ist jedoch auf Wunsch auch möglich, einen klassischen Sarg für die Feuerbestattung zu wählen.

Die Kremierung (oder Einäscherung), die wir in Zusammenarbeit mit dem Krematorium Atrium Park Waltrop planen, können Sie auch zum großen Teil mitgestalten Sie haben dort viele Möglichkeiten, die wir Ihnen gern in einem persönlichen Gespräch näher erklären, oder Sie können sich auch in einer kleinen Gruppe das Krematorium bei einer Führung vorstellen lassen, die wir Ihnen gerne organisieren.

Abschied nehmen an Sarg oder Urne

Was die Trauerfeier angeht, ist es maßgeblich, wie sie im Sinne des Verstorbenen und auch der Angehörigen geschehen soll. Denkbar ist eine Abschiedsfeier am Sarg vor der Kremierung in der Kirche bzw. der Trauerhalle auf dem Friedhof oder aber eine Trauerfeier zur Beisetzung der Urne – oder beides. Wichtig sind hier die individuellen Wünsche, auch was die Gestaltung der Abschieds- bzw. Trauerfeier angeht, damit der Verstorbene einen würdigen und passenden Abschied bekommt.

Nach der Kremierung kehrt die Asche des Verstorbenen in einer Aschekapsel zurück, und die Angehörigen suchen die passende Schmuckurne aus, in der die Asche mit Aschekapsel beigesetzt werden soll. Ähnlich wie beim Sarg gibt es auch hier eine Vielzahl an Möglichkeiten, Gestaltungen, Materialien und Preisklassen. Sehr gern stehen wir Ihnen beratend zur Seite.

Die eigentliche Beisetzung geschieht vom Ablauf und den Möglichkeiten her ebenfalls ähnlich einer Sargbeisetzung mit Trauerfeier, Blumen und Dekoration. Auch hier ist es ausschlaggebend, wie es sich der Verstorbene gewünscht hat und wie es den Angehörigen entgegenkommt.

Jedoch bestehen bei einer Urnenbeisetzung einige Möglichkeiten mehr, was die eigentliche Ruhestätte angeht. Zunächst ist eine normale Grabstelle möglich, die individuell bepflanzt und gestaltet werden kann und die einen üblichen Grabstein erhält. Darüber hinaus ist jedoch auch ein Rasengrab denkbar, dass mit einer Gedenkplatte gekennzeichnet wird oder auch ohne Gedenkplatte auskommt – das wäre dann eine anonyme Bestattung, die in einigen Fällen ebenfalls möglich ist.

Urnenstele, Urnenwand und Kolumbarium

Eine weitere Möglichkeit ist in einer Urnenstele oder Urnenwand gegeben: Dies ist eine Säule bzw. Wand mit regalartigen Fächern, in die die Schmuckurne gestellt und sicher aufbewahrt wird. Diese Fächer werden meist mit einer Steinplatte verschlossen. Solche Urnenstelen/ -wände sind ebenfalls pflegelos, aber die Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden und eine Blume abzulegen, ist gegeben. Zudem lässt sich der Urnenplatz mit Briefen oder Grabbeigaben persönlich gestalten. Ähnlich einer Urnenwand ist ein sogenanntes Kolumbarium: Hierbei handelt es sich um einen Raum in einem Gebäude, in dem die Fächer für die Urnen entweder direkt in der Wand eingelassen sind oder wie ein Schrank davor gestellt werden. Jedoch sind weder Urnenstelen noch Kolumbarien zur Zeit in Haltern vorhanden.

Naturbegräbnisstätten – ruhen im Grünen

Eine relativ neue Art der Bestattung sind Naturbegräbnisstätten wie etwa die Naturbegräbnisstätte Westerholt, der Ruheforst Coesfeld oder der Friedwald in Warendorf. Solche Bestattungswälder geben die Möglichkeit, die Asche des Verstorbenen in freier Natur am Fuße eines Baumes zu bestatten. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Aschekapsel nur in einer biologisch abbaubaren Schmuckurne beigesetzt werden kann, sodass der Übergang in den Lauf der Natur ermöglicht wird. Diese Bestattungsart ist nicht nur würdevoll, sondern auch pflegelos, denn die Grabpflege übernimmt Mutter Natur.

Ebenfalls eine neuere Form (es sei direkt gesagt: eine sehr kostenintensive) der Bestattung ist es, aus der Asche eines lieben Menschen einen Diamanten herstellen zu lassen und somit eine ganz besondere Form des Gedenkens zu finden. Sehr gern beraten wir auch hierzu.

Unsere Partner

Ursprünglich waren es nur Seeleute, die auf See verstorben waren und aus naheliegenden Gründen dann auch dort bestattet wurden. Mittlerweile ist es jedoch auch möglich, auf dem Festland Verstorbene auf See zu bestatten. Hierzu variieren die Vorgaben allerdings zwischen den Bundesländern. Sehr gern beraten wir diesbezüglich in Zusammenarbeit mit Seebestattungen Abendfrieden. Einer Seebestattung voran geht eine Kremierung, die mit der Urnenbestattung identisch ist. Auch hier sind Abschiedsformen wie Aussegnung und Abschiedsfeier möglich. Die eigentliche Trauerfeier und Bestattung findet jedoch nicht auf dem Friedhof oder im Ruheforst statt, da die Urne nicht der Erde, sondern dem Meer übergeben wird. Daher wird darauf geachtet, dass die Schmuckurne aus löslichem Material besteht, sodass die Asche des Verstorbenen im Meer ihre letzte Ruhestätte findet. Diese Trauerfeier kann selbstverständlich mit den Angehörigen stattfinden:

Der Kapitän leitet hierzu eine persönliche Abschiedsfeier mit der Flagge auf Halbmast und musikalischer Untermalung. Auf der sogenannten Ehrenseite des Schiffes (steuerbord) wird die Urne anschließend mit einem Schiffstau dem Meer übergeben. Als letzter Gruß können Blumengebinde auf dem Wasser hinterlassen werden, ebenso ein kleiner Trauerkranz, der vom Floristen nach speziellen Vorgaben zur Seebestattung gefertigt wird. Nach einer Ehrenrunde um das Seegrab verabschiedet sich die Trauergemeinde mit drei Signaltönen und verlässt die Bestattungsposition.

Wer hingegen eine stille Bestattung ohne Trauergemeinde wünscht, findet bei der Seebestattung ebenfalls eine würdige Form, bei der Kapitän und Besatzung allein dem Verstorbenen die letzte Ehre erweisen.

Das Seegrab

Das Seegrab befindet sich außerhalb der sogenannten Dreimeilenzone, wo weder Wassersport betrieben noch gefischt wird, sodass die letzte Ruhe nicht gestört wird. Die Seeurne sinkt dort auf den Meeresgrund, wo sie sich auflöst und die Asche freigibt. Diese verteilt sich nicht (wie bisweilen angenommen) im Meer, sondern lagert sich im Sediment ab.

Da das Seegrab vermerkt und beurkundet wird, existiert somit eine Ruhestätte, die mit den entsprechenden Koordinaten auch wiederauffindbar ist. Zu den Beisetzungsplätzen in Nord- und Ostsee finden daher Trauerfahrten statt, sodass die Angehörigen den Ort zum Trauern nicht vermissen müssen. Zudem gibt es Gedenkstätten wie etwa in Lübeck-Travemünde am Brodtener Ufer oder es finden Sammelgedenkfeiern wie etwa am Marine-Denkmal in Laboe statt.

Flussbestattung

Eine andere Form dieser Bestattungsart ist die Flussbestattung, die leider in Deutschland bislang nicht vorgesehen ist, jedoch in den benachbarten Niederlanden. An einer hierfür vorgesehenen Stelle auf der Maas bei Roermond kann eine der Seebestattung entsprechende Zeremonie mit oder ohne Trauergemeinde durchgeführt werden, bei der die Flussbestattungsurne dem Fluss übergeben wird. Gern helfen wir bei der Planung und Durchführung einer Flussbestattung in Zusammenarbeit mit der Firma Flussbestattungen.de